

Erfahrungsberichte Motorräder
Stand: 03.02.2026
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Langzeiterfahrung Moto Guzzi V100 Mandello
Karl Heinz Ott, Besitzer einer Moto Guzzi V100 der ersten Stunde, hat mich angeschrieben und gefragt, ob ich Interesse habe, seinen Erfahrungsbericht in der Facebook-Gruppe und auf meiner Seite zu veröffentlichen.
Gerne teile ich hier seinen sehr ehrlichen und ausführlichen Langzeitbericht – ergänzt durch einige Aufnahmen der Touren.
„Ich bin von einer V85 TT auf die neue V100 umgestiegen und habe seit dem 23. März 2023 rund 60.000 Kilometer zurückgelegt.“
Insgesamt ein tolles Motorrad mit einigen Kinderkrankheiten der ersten Serie, die jedoch alle problemlos auf Garantie behoben wurden.
Das Fahrerlebnis überzeugt sowohl auf kurzen Strecken als auch auf langen Touren. Der Reifenverschleiß liegt absolut im Normbereich, der durchschnittliche Benzinverbrauch bei normaler Fahrweise bei etwa 4,8 Litern. Zwei größere Touren führten mich jeweils über zehn Tage und rund 3.800 Kilometer bis nach Spanien.
Die Motorleistung ist mehr als ausreichend, mit guter Beschleunigung in jedem Drehzahlbereich. Die V100 braucht sich gegenüber einer BMW 1200 GS keinesfalls zu verstecken. Bei sehr sportlicher Fahrweise ist beim starken Beschleunigen ein leichtes Ziehen nach rechts spürbar, enge Kurven lassen sich jedoch jederzeit problemlos meistern.
Nahezu sämtliche Alpenpässe in der Schweiz wurden mit Sozia auf einer Moto Guzzi Stelvio 1200 ohne Schwierigkeiten bewältigt. Im Vergleich zur älteren Stelvio zeigte die V100 selbst ab etwa 1.800 Höhenmetern keinen Leistungsverlust.
Viele Touren in der Schweiz und in Frankreich, mit und ohne Sozia, bestätigen: Die V100 ist ein gut beherrschbares Motorrad mit viel Charakter und Emotionen. Bei Regen erweisen sich die Flaps als überraschend hilfreiches Gimmick zur Ableitung des Wassers.
Kaufdatum: 22. März 2023
Auf Garantie behobene Mängel:
– Lenkkopflager bei 7.600 km
– Batterie bei 9.600 km
– Starterrelais bei 12.500 km (durch stärkeres ersetzt)
– Benzinpumpenrelais bei 13.000 km
– Kühlerdeckel bei 18.400 km
– Temperatursensor bei 20.500 km
– Federbein bei 35.000 km
– Farbabplatzer rechter Ventildeckel bei 48.000 km
Seitdem keine weiteren Mängel.
Der Reifenverschleiß liegt bei ca. 8.500 Kilometern hinten und 9.500 Kilometern vorne. Ölverbrauch gleich null. Die Nachrüstung von Heizgriffen und Motorschutzbügeln war besonders in der kalten Jahreszeit eine spürbare Erleichterung. Gefahren wurde auch im Winter, solange kein Schnee lag.
Die Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h wird klar übertroffen. Auch bei Nässe bestand zu keinem Zeitpunkt ein Gefühl von Unsicherheit oder mangelnder Haftung. Sämtliche Wartungen, Reparaturen und Services inklusive Reifen wurden in der Moto-Guzzi-Vertragswerkstatt Motorradhaus Renner in Eimeldingen durchgeführt.
Fazit:
Ein Motorrad, das sich sowohl für sportliche Fahrweise als auch für lange Touren hervorragend eignet. Selbst Tagestouren mit bis zu 750 Kilometern waren problemlos machbar.











